Orginalausgabe: Wizja lokalna, erschienen bei Wydawnictow Literackie, Kraków 1982
Aus dem Polnischen von Hubert Schumann
Deutschsprachige Ausgabe:
Der Zerstreutheit seines Freundes und späteren Nachlaßverwalters
Professor Tarantoga und einem eigenen Irrtum hat der unverwüstliche
Kosmosreisende Ijon Tichy das spannendste dialektische Abenteuer seines
Lebens zu verdanken: In der vierzehnten Reise der Sterntagebücher
hatte Tichy seine unerfreulichen Erlebnisse auf der Entia, dem siebenten
Planeten der Gamma tauri im Sternbild des KALBES, aufgezeichnet, Aufzeichnungen
freilich, die nach Maßgabe aller inzwischen vorliegenden Daten den
Protest der Entianer hervorrufen müssen. Mehr noch, Tichy hatte als
Planeten beschrieben, was in Wirklichkeit ein Entia umkreisender künstlicher
Satellit war, der angeblich als Erholungs- und Freizeitzentrum sowie zu
musealen Zwecken als eine Art "Dyssnilend" auf eine Umlaufbahn gebracht
worden sei, wie es in einem verstümmelten Telegramm heißt.
Froh darüber, seinen mißglückten Urlaub in der Schweiz
abbrechen zu können, ohne als galaktischer Laufbursche mißbraucht
zu werden, stimmt er dem Vorschlag des Ministeriums für Außerirdische
Angelegenheiten zu, in halbdiplomatischer Mission nach der Entia zu reisen,
ihre beiden Staaten Kurdland und Losannien an Ort und Stelle zu besichtigen,
um seine Fehler zu korrigieren und weiteren Komplikationen vorzubeugen.
Die Vorbereitung des Unternehmens, das mühselige Studium in den Archiven
des Instituts für Geschichtsmaschinen, die einsame Expedition und
schließlich seine Landung auf der Entia, der eigentliche Lokaltermin,
bilden den Inhalt dieses anspruchsvollen utopischen Romans.