Phantastik und Futurlogie I

Orginalausgabe: Fantastyka i futurologia (1964)

Aus dem Polnischen von Beate Sorger und Wiktor Szacki

Deutschsprachige Ausgabe:

Es glückt Lem, von der Zukunft zu sprechen, ohne den Fiktionen der Vorhersagbarkeit, der Hochrechnung ohne kybernetisches Denken aufzusitzen. Es ist ihm geglückt, weil er als Autor, als schreitend Imaginierender, dem neuen Grundmuster wissenschaftlichen Vernunftgebrauchs in jeder Hinsicht Spielraum gibt.

Heinrich Vormweg Süddeutsche Zeitung


Stanislaw Lems Phantastik und Futurlogie, in der BRD wie in Polen in zwei Bänden erschienen, ist der Versuch, eine Phänomenologie und Theorie der Science Fiction aufzustellen, zu welchen Genre Lem eine bekannt kritische Einstellung hat. Für ihn ist die Science Fiction kein rein intellektuelles Spiel, sondern eine Denkmethode zur Erforschung der Welt, vor allem der zukünftigen, des Menschen. Lem hat mit dem Begriff der Unterhaltungsliteratur nichts im Sinn, er ist unduldsam gegenüber dem Spiel mit dem Entsetzen, der Weltkatastrophe etwa. Er säubert daher das Terrain und legt den Grundstein für die Fragen, die er an die Science Fictuion richten will. Sein Buch ist eine Einführung in die Schöpfungstheorie, in die Sprache, die Welt und die Strukturen der literarischen Kreation, verbunden mit heftiger Polemik gegen Strukturalismus und bestehende Science Fiction.

Suhrkamp


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