Orginalausgabe: Solaris, erschienen bei MON, Warszawa 1961
Deutschsprachige Asugabe
Dieser fesselnde, in einer sehr fernen Zukunft spielende Roman, der
auch verfilmt wurde, geht von der Voraussetzung aus, daß die Menschheit
die Geheimnisse des Kosmos zwar weitgehend entschlüsselt hat, gleichzeitig
aber an die Grenzen ihrer Erkenntnis gestoßen ist. Denn am Planeten
Solaris und an dem ihn umgebenden intelligenten Ozean haben sich ganze
Forschergenerationen die Zähne ausgebissen, Abhandlungen zur Solaristik
füllen die Bibliotheken, ohne eine überzeugende Lösung des
Problems zu bieten. So bildet denn die einsame Forschungsstation auf Solaris,
die der Form halber mit immer neuen Mannschaften besetzt wird, auch ein
Beispiel sinnlos investierter Schöpferkraft. Kein Wunder, daß
der junge Psychohge Kris Kelvin, der voller Illusionen auf Solaris landet,
wo er seinen verehrten Lehrer zu treffen hofft, zunächst irritiert,
ja schockiert ist. Was da vor seinen Augen abrollt, mutet wie ein kriminalistisches
Spektakel an. Nicht nur, daß sein Mentor Selbstmord begangen hat,
die beiden Forscherkollegen meiden jeden Kontakt, und merkwürdige
Gestalten kreuzen schweigend seinen Weg. Kelvin erscheint plötzlich
seine Geliebte, die sich vor zwanzig Jahren ums Leben brachte, weil er
sie verließ. Wie Kris Kelvin das Geheimnis auf der Station allmählich
lüftet, wie er auf die beredten Signale des Ozeans reagiert, das bildet
den Inhalt dieses utopischen Romans, der auch nach über fast vierzig
Jahren, die seit seiner Niederschrift vergangen sind, seine Frische bewahrt
hat.
VVW
Spannend wie ein Kriminalroman
Frankfurter Rundschau