Orginalausgabe: Glos Pana, erschienen bei Czytelnik, Warschau 1969
Aus dem Polnischen von Roswitha Buschmann
Deutschsprachige Ausgabe:
"Stimme des Herrn" (Master's voice) heißt das amerikanische
Geheimprojekt, auf das, streng von der Außenwelt abgeschirmt, ein
Heer von Wissenschaftlern angesetzt wird. Hinter diesem Codewort verbirgt
sich die Frage nach der Existenz außerirdischer Zivilisationen und
nach den Möglichkeiten, mit ihnen Kontakt aufzunehmen.
Im vorliegenden Band geht Stanistaw Lem von der Voraussetzung aus,
daß es gelungen ist, ein Signal aus dem Kosmos zu identifizieren:
eine Neutrinostrahlung, die die Eigenschaft hat, das Leben auf der Erde
zu fördern. Liegt hier ein gezielter Einfluß fremder kosmischer
Intelligenzen vor, oder hat die Strahlung einen natürlichen Ursprung,
stammt sie aus einem früheren Universum, das sich einst an der Stelle
des unseren befand?
Aus der Sicht des Außenseiters Peter Hogarth, der als Mathematiker
in das Geheimprojekt Master's voice einbezogen wird, rollt der Autor die
Geschichte dieses Forschungsunternehmens auf, die freilich zugleich beweist,
wie gefährlich nah Utopie und Wirklichkeit einander sind. Doch ungeachtet
der Grenzen, die der Wissenschaft gesetzt sind, versinkt Peter Hogarth
nicht in Resignation, denn: "Wenn ich überhaupt etwas über geistige
Höhepunkte aussagen kann, dann nur so viel, daß die Klarheit
des Denkens ein lichter Punkt auf einem Gelände unerschöpflicher
Finsternis ist. Genie ist nicht nur einfach Licht, sondern vor allen Dingen
beständiges Wahrnehmen des uns umgebenden Dunkels, und eine
normale Feigheit besteht darin, sich im eigenen Glanze zu sonnen und, solange
dies möglich ist, nicht über dessen Grenzen hinauszuschauen."
VVW